
Angehörige erkrankter Menschen – haben auch ein Leben!
Wer einen geliebten Menschen auf dem Weg seiner Erkrankung begleitet, pflegt und betreut, ist tagtäglich eingespannt und hat in der Regel wenig Zeit für sich selbst. Der Alltag wird bestimmt durch Zeitpläne, Medikamente, Arztbesuche, Zubereitung von Nahrung, Körperpflege und Unterhaltung des Erkrankten.
Freunde, Nachbarn und Bekannte fragen nach dem Befinden des Erkrankten, aber weniger nach dem Befinden des Angehörigen. Viele können sich selbst schon gar nicht mehr spüren und sind sich ihrer eigenen Bedürfnisse häufig auch nicht mehr bewusst. Viele spüren nach Wochen und Monaten der Pflege eines Angehörigen zunehmend auch körperliche Belastungen. Schlafstörungen und allgemeine Erschöpfung können hinzukommen.
Ich habe den größten Respekt und Hochachtung vor Menschen, die sich um ihre erkrankten Angehörigen kümmern und deren Pflege übernehmen. Trotzdem appelliere ich dafür, dass Pflegende auch für sich selbst sorgen müssen. Jeden Tag, nicht nur mal kurz im Urlaub oder in der Kur. Täglich sollte sich der Pflegende darum kümmern, dass er sich Erholungsphasen schafft, sich zurückzieht und für sich selbst sorgt. Seinen Bedürfnissen so gut es geht nachkommt.
Wichtig ist auch, dass der Angehörige – egal, ob er selbst pflegt oder nicht – Raum bekommt, über seine Gefühle zu sprechen. Und genau das passiert hier, in einem geschützten Rahmen, in einer kleinen Gruppe aus max. 8 Personen. Hier ist Raum für alles, was mit dem Erkrankten, mit Freunden und Bekannten nicht mehr besprochen wird. Dazu gehören Gefühle wie Wut, Traurigkeit, Angst etc.
Neben den Gesprächen erfolgt in jeder Gruppe auch eine Hypnoseanwendung, die dem persönlichen Wohlbefinden des Teilnehmers dient. Eine solche Gruppe dauert je nach Teilnehmerzahl ungefähr 1,5 bis 2 Stunden.
Der Austausch mit anderen Angehörigen/Pflegenden ist für viele Menschen ein sehr entlastendes Erleben. Hier wird gelacht, geweint, getröstet und gehalten. Alles so, wie jeder es gerade braucht.
Die Begleitung kann auch in Einzelsitzungen erfolgen. Immer geht es darum, dass hier die Angehörigen gestützt und getragen werden, da diese leider immer noch zu wenig Unterstützung für ihr eigenes Befinden erhalten.
Ein Hinweis in eigener Sache:
Die Teilnahme an dieser Gruppe ist mit einem Kostenbeitrag von 10,00 Euro verbunden. Dieser Kostenbeitrag beinhaltet die Bereitstellung der Räumlichkeit, der Getränke und der Knabbereien. Da ich keiner gemeinnützigen, kirchlichen oder anderen Organisation angehöre und dies auch nicht möchte, erhebe ich diesen Kostenbeitrag.
Wenn du Fragen hast, dann können wir diese telefonisch oder per WhatsApp besprechen.