
Der Blick von oben
Den Drachen in der Luft zu halten, war früher beim Drachensteigenlassen mein Ziel. Meistens hat das nicht geklappt. Er stürzte ständig ab und irgendwann fand ich diese Art von Zeitvertreib nur noch blöd.
In einem Urlaub an der Nordsee habe ich mal gesehen, wie Erwachsene Drachen steigen ließen. Teilweise riesige Drachen, die im Boden verankert wurden und sich stundenlang da oben hielten.
Und während ich das sah, ging mir der Gedanke durch den Kopf:
Was mag der Drache von da oben alles sehen? Wie weit muss der Strand mit seinen Dünen zu überblicken sein? Wie klein mögen die Menschen und Tiere von oben aussehen?
Eine Antwort darauf habe ich damals nicht gefunden, aber ich kann mir heute tatsächlich vorstellen, was die großen Meister meinen, wenn sie sagen, dass man Abstand zu seinen Problemen und Sorgen nehmen soll.
In der Hypnose würde ich an dieser Stelle sagen:
„Stell dir mal vor …“
Aus einer anderen Perspektive lassen sich Probleme und Sorgen anders wahrnehmen und oftmals können wir durch diesen Abstand Lösungen finden, die eine Veränderung herbeiführen.
Und weißt du, wie ich heute auf dieses Thema gekommen bin?
Durch mein Bastelprojekt!
Auf der Suche nach einer Herbst-Deko-Inspiration bin ich auf den Drachen gekommen. Und dieser Drache ist verbunden mit der Erinnerung an das Erlebnis am Strand und mit der Frage, die damals aufkam.
Und auch heute finde ich es spannend zu betrachten, dass Veränderungen möglich sind, wenn wir Abstand zu unseren Problemen und Sorgen nehmen.
Toll, oder? Was unsere Fantasie (eine wunderbare Gabe!) uns für Transformationsmöglichkeiten bietet.
Hast du auch schon solche Erfahrungen gemacht? Was lässt dich Abstand gewinnen?